Sonntag, 30. Dezember 2007

Last Minute Berliner für Silvester-Vergesser- Frohes Neues Jahr allen!

berrliner
foto: loco en la cocina





Mini-Faschingsberliner

Für ca. 12-15 kleine Berliner

250 g Mehl plus etwas Mehlk zum Bearbeiten des Teiges
21 g frische Hefe (halber Würfel)
75-100 ml Milch
50 g Zucker
1 Ei
1 Eigelb
50 g weiche Butter
Salz
Fett zum Frittieren
Vanillepudding, Konfitüre oder Nussnougat-Crème zum Füllen
Puderzucker

1. Mehl in eine Schüssel geben, Mulde eindrücken, die Hefe hinein bröckeln. Hefe mit 3 EL lauwarmer Milch und einem TL Zucker etwas verrühren. 10 Minuten gehen lassen.

2. Restliche Milch und Zucker, Ei und Eigelb, Butter und eine Prise Salz hinzufügen und mit den Knethaken des Handrührers einarbeiten. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten, bis dieser Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. Den Teig nochmals zur Kugel formen, und mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis er das doppelte Volumen erreicht.

3. Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, mit einem Rollholz etwa 2 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher oder kleinem Glas Kreise von etwa 3,5 cm Durchmesser ausstechen und nochmals 10 Minuten abgedeckt gehen lassen.

4. Fett in einem großen Topf auf 170 Grad Celsius erhitzen. 5-6 Teigstücke hineingeben und den Deckel aufsetzen. Ca. 2 Minuten backen, wenden und erneut zugedeckt 2 Minuten goldbraun backen. Mit einer Schaumkelle aus dem Fett nehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Restliche Teigstücke genauso backen.

5. Die leicht abgekühlten Berliner mit der Kuchenspritze oder dem Spritzbeutel mit kleiner Tülle nach Belieben mit Vanillepudding, Konfitüre oder Nussnougat-Creme füllen, mit Puderzucker bestäubt servieren.

(Die Berliner schmecken auch lauwarm ungefüllt sehr gut, wer mag kann auch 75 g eingeweichte Sultaninen oder gewürfelte getrocknete Feigen unter den Teig mischen.)

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Ich bin dann mal weg.

Zuviel Arbeit vor den Feiertagen und zuviel Familie dabei veranlassen mich den Blog bis zu den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr ein wenig schlummern zu lassen. Vorher aber noch ein leicht kulinarische Weihnachtsgeschichte. Frohes Fest!




Der Hund ist weg!

Draußen fallen die Schneeflocken untertassengroß vom Himmel und legen sich leise, wie Wattebäusche, auf Autos und Büsche. Hinter den von Eisblumen verzierten Fenstern, im vom Kerzenschein erhellten Wohnzimmer ist die Familie versammelt, die Frauen im besten Sonntagskleid, die Männer im edlen Anzug, und die Jüngste im süßen Samtröckchen in festlichem Rot. In der Ecke, rechts vom Kamin strahlt der Weihnachtsbaum, biologisch-dynamisch gewachsen und vom Hausherrn eigenhändig ersägt, in Gold und Silber. Der Duft von Tanne erfüllt den Raum, die unter dem Baum angehäuften Geschenke zeugen von Wohlstand und gutem Geschmack. Im Ofen schmort eine Keule, das dazugehörige Restwildschwein war von bekehrten, aber noch von Gewissensbissen geplagten Ex–Vegetariern liebevoll in den Tod begleitet worden, auf dem Herd duftet der handgeschnittene Rotkohl nach Nelke und Omas Quittengelee.

Ach, so, genauso, sollte Weihnachten immer sein.

Oma K. steckt sich noch verstohlen einen letzten Dominostein zwischen die rot getünchten Lippen als D., ihr ältester Schwiegersohn, zur Weihnachtsgeschichte ruft. Die übrigen Familienmitglieder haben in gar nicht gekünstelter Vorfreude schon auf den üppigen Sesseln Platz genommen, die Jüngste liegt bäuchlings neben ihrem Onkel mit strahlenden Augen und vor Aufregung zitternden Beinchen. D. ist ein gefeierter Schauspieler und die alljährliche Geschichte aus seinem Munde im tiefen, einhüllenden Bariton ist der erste Höhepunkt des Heiligen Abends. Opa B. füllt noch einmal rasch die Champagnergläser und schon beginnt die Erzählung.

„ Als der Hirte sich dem Himme.....“

„Wo ist eigentlich der Hund?“

Fünf Worte. Nur fünf Worte. Fünf Worte aus einem in tiefstem Karmin umrandeten und für sein Alter überaus ansehnlichen Mund.

FÜNF WORTE DIE WEIHNACHTEN TÖTEN: SOFORT UND AUF DER STELLE.

WO IST EIGENTLICH DER HUND?

Dieser süße kleine Fratz mit einem Schleifchen im Fell und den niedlichen, wenn auch etwas traurigen Augen.
Diese Scheißtöle, die wie wild losbellt sobald irgendjemand an der Tür schellt und danach, falls es jemand bekanntes war, der da klingelte, aus Freude die Diele voll pisst.
Die nach einem Regenschauer riecht wie das Innere eines uralten Yaks.
Dieses Monstrum dass wie ein Wischmopp mit kurzen Beinen durch die Küche kurvt; immer auf der Suche nach Essbarem, egal wie alt oder vergammelt.
Wo ist er denn? Eigentlich? Der Hund?

Im Schoße der Familie jedenfalls nicht.
„Issser überhaupt mit in die Wohnung gekommen?“ Fragt Opa B, leert sein Champagnerglas, und schenkt sich eilig nach.
In keinem Zimmer ist der Köter zu finden. Im Treppenhaus verhallen die Rufe nach ihm im Duft von Zimtsternen und den Klängen René Kollos. Ohne Antwort.

Oma K. sitzt mit ihren Tränen ringend vor einem großen Teller Oblatenlebkuchen. Schließlich ist es ihr geliebter Kläffer der verschütt gegangen ist. „Was soll ich denn ohne sie tun? Sie ist doch so hilflos ohne uns, und B. erst, er hängt doch so an ihr...“ Opa B. nickt während er sein Glas erneut leert, was zu einem leichten Kleckern führt, auch er hat jetzt feuchte Augen bekommen, irgendwie.

Hausherr O. macht sich gemeinsam mit Schwiegersohn D. auf in die bitterkalte Nacht, um das verschollene Haustier zu retten. Kaum aus dem Treppenhaus getreten hält D. den Flachmann hin: Weidmanns Heil! Möge die Jagd glücklich verlaufen.
Sie nehmen beide beherzte Schlucke des brennenden Schnapses und laufen in entgegen gesetzter Richtung ihrer kurzbeinigen Beute hinterher.

Im Foyer der Wohnung hat J., Tante der Jüngsten und Frau von D., die Kommandozentrale eingerichtet. Mit Handy und Festnetzanschluss sowie einem Riedelkübel gefüllt mit Rotwein und zwei Schachteln Zigaretten bewaffnet, organisiert sie, einem General gleich, die hoffentlich baldige Rettung des Hundes. Polizei, Nachbarn und das Fernsehen sind alarmiert ehe das Brennen in der Kehle ihres Mannes unten nachlässt.

Derweil sitzt T., Mutter der Jüngsten, ebenfalls mit einer großen Dosis Alk ausgestattet, auf dem Teppich und versucht ihre Tochter zu trösten. Es nützt wenig, das Samtröckchen ist schon durch die Tränen um einiges dunkler als zu Beginn der Festivitäten.

„Was mach ich ohne meine geliebte P.“ hört man aus den lebkuchen–verschmierten Lippen der Oma, die vor einem Berg benutzter Einwegtaschentücher sitzt.

„Halt doch bitte mal die Fresse Mutter, ich hab den Innensenator am Apparat“

„ Die Flaschee geehtd gar nich auf“ Opa schwankt.

Das Telefon klingelt. Ein Funke der Hoffnung erhellt den Raum. Doch Scheiße, es ist nur der Bruder des Hausherrn der seit drei Jahren in der Antarktis forscht und seit 2 Wochen auf diese Verbindung wartet.

„Wir ham hier ein Notfall, verdammmt. Ruf später an,“ sagt J. als der Satellit sich aus der für die telefonische Verbindung einzigen günstigen Position entfernt.

„Opi, ich helf’ dir ma’“, sagt T. öffnet den Montrachet und kippt die Gläser voll. „WHOOPS. Tschuldigung Mudder.“
„ Natürlich issess ein Rassehund“, tönt es aus dem Foyer. „SSUUUPER, Roonald danke dir.“

Die Bar in der sich die Männer schon im Hausflur verabredet hatten ist von einsamen Singles gefüllt.
Die Schwager leeren den zweiten Cognac, schimpfen auf die Töle und wünschen sich auch einsame Singles zu sein, als eine Unruhe die Bar erfüllt. Aus den Fenstern erblicken sie ungläubig die hellen Scheinwerferkegel und vernehmen erst dann den Krach der Rotoren, der die kalte Nacht vibrieren lässt.




Die sanft herabrieselnden Schneeflocken werden von den Hubschraubern in einen Blizzard kanadischer Güte verwandelt, die Straße ist erleuchtet wie die Abschlussfeier der Winterolympiade und die ersten Spezialtrupps des MEK seilen sich von Dächern der umliegenden Wohnhäuser ab.

„Da hadd deine Frau aber wieeider ganze Arbeit geleistet, D.“ sagt O. als sie stolpernd die Polizeiabsperrung umgehen.

Auf dem Balkon der Familie brüllt der Einsatzleiter in winterlicher Tarnbekleidung ausgerüstet Befehle in sein Megafon. Tante J. souffliert.

„Mehr Männer in nördlicher Position, bringt die Raupenfahrzeuge heran, sperrt den U–Bahn Viadukt! ZACK ZACK ZACK.“

„ Wir hams bald Mudder, das wird schon,“ ruft J. durch die geöffnete Balkontür.

„Mami...??“, die Jüngste meldet sich leise zu Wort

„Nich jetzt Süße,“ sagt Mutter T, die verzweifelt versucht die Ornamente zu retten, die durch den Wind der Hubschrauber wild am Baum taumeln.

„Mami ich hab ich hab ich“

„Nicht jetzt!!!!!!!“ schreit T „verdammte Scheiße, nicht jetzt“ Rumms, die zweite Bacarat-Kugel zerschellt auf dem glänzenden Parkett.



Traurig geht die Jüngste in die Küche, schließt die Tür hinter sich und streichelt den kleinen flauschigen Hund, der geweckt vom Treiben um ihn herum vor dem Ofen sitzt , wo die verkohlte Keule des sus selvaticus im Bräter qualmt. Auf immer verloren.

Erst lange nachdem Polizei, Feuerwehr und die Kamerateams erfolglos abgezogen sind, entdeckt Mutter T. ihre Tochter schlafend auf dem Küchenboden. Neben ihr schnarcht der Hund und träumt von der Schneehasenjagd.
Leise holt sie den Rest der Familie. Tränen der Rührung in den Augen, wanken sie gemeinsam im Kücheneingang. Vater O. dreht ein Video.

Opi wischt sich eine Träne aus dem Auge und sagt
Ach, so, genauso, sollte Weihnachten immer sein.

Montag, 10. Dezember 2007

10 kulinarische Wünsche für 2008

Es ist mal wieder soweit, ein Jahr neigt sich dem Ende zu und bald beginnt ein Neues. Was ich mir persönlich vorgenommen habe steht schon ein wenig weiter unten. Aber auch von anderen erwarte ich im neuen Jahr etwas.

Hier also meine 10 Wünsche für 2008 in keiner besonderen Rangordnung.

1. Ich möchte im kommenden Jahr keine Köche mehr sehen, die an Fleischerhaken hängen, sich Hähnchen vor die Nase halten oder "lustige" Sachen mit Hummern machen. Egal wo.

2. Ich möchte weiterhin Bio-Linda essen dürfen.

3. Kerner soll Freitag frei machen.

4. Ich möchte Texte wie das folgende Zitat nicht mehr lesen müssen:

"Das Restaurant Teufels Küche in Ottensen (Hamburg), ist Ausdruck einer jungen, multikulturellen Gesellschaft ohne Attitüde. In Hamburg sowie in anderen Metropolen dieser Welt, hat sich ein Underground-Kochstil herausgebildet, der nichts mit den etablierten, statischen Kochtempeln zutun hat. Shahram Nia sieht sein „Kochen“ als lebendiges Mittel, Kulturen zu verbinden und gesellschaftsübergreifende Erlebnisse zu schaffen. Das spiegelt sich in seinem Kochstil wieder. Als „Freestyle-Kitchen“ bezeichnet, geht es um einen tabulosen und virtuosen Umgang mit Lebensmitteln aus aller Welt. Dabei forciert Shahram einen nuancierten Umgang mit der orientalischen Küche und schmeckt immer und immer wieder erfrischend gut."

Schön das Shahram immer und immer wieder gut schmeckt. Aber gesellschaftsübergreifende Erlebnisse? Mal ehrlich.

Hier steht das so:
http://www.teufelskueche.net/restaurant/restaurant.html

5. Das Leute verstehen dass das Frischeparadies Goedeken kein Feinschmeckerhimmel ist, sondern der Himmel auf dem Wochenmarkt zu finden ist. Goedeken ist einfach nur Convenience in teuer.

6. Ein richtig gutes Steak essen. In Hamburg. Ja, in Hamburg.

7. Dass meine bahnbrechende Geschäftsidee Wirklichkeit wird. Wenn es passieren, sollte steht es hier.

8. Suppen haben in Reagenzgläsern nichts zu suchen. Hört auf damit.

9. Viel öfter meine Freunde bei uns zu Hause zu Gast haben.

10. (Und wenn das passiert wäre ich echt überrascht.) Dass die großen Konzerne endlich damit aufhören wissentlich und wollend Dreck zu verkaufen und es Lebensmittel nennen.

Mittwoch, 28. November 2007

Falafel, als Ausdruck meiner Angst vor kriminellen Machenschaften im syrischen Fast-Food-Segment

Das Unterfangen selber Falafel zu machen kann man sicherlich als unnötig, frivol oder gar nutzlos deuten, gibt es doch in meiner näheren Umgebung Falafel-Betriebe zuhauf, die sogar sehr annehmbare Teiglinge zu einem guten Preis verkaufen. Da ich aber (natürlich frei von jeglicher unbegründeten Hysterie) annehme, dass die Gammelfleischmafia bald auch die syrischen Krapfenbäcker mit billigen Gammelkichererbsen versorgen wird, habe ich schon mal angefangen zu üben.

Ich serviere die Dinger ganz atypisch mit etwas marinierten Paprika und Joghurtsauce.

falafel
foto:loco en la cocina

200 g getrocknete Kichererbsen
200 g weiße Bohnen aus der Dose
4 Stiele glatte Petersilie
3 Stiele Koriander
1 rote Zwiebel
4 Knoblauchzehen, gehackt
1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
1 Tl Koriander, gemahlen
1 Tl Backpulver
4 rote Paprikaschoten
7 EL Olivenöl
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
125 g griechischer Sahnejoghurt
5 EL Mineralwasser mit Kohlensäure
1 TL Sumach
1 TL Pulbiber
Öl zum Frittieren
75 g Sesam



1. Kichererbsen abspülen, in einer Schüssel mit Wasser bedecken und 12 Stunden einweichen lassen.

2. Am nächsten Tag die Erbsen abgießen, kalt abspülen. Dosenbohnen abbrausen und mit den Kichererbsen in der Küchenmaschine zerkleinern. Petersilie, Koriander, Zwiebel und Knoblauch hacken, dazugeben und mit den Gewürzen und Backpulver fein pürieren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und kalt stellen.

3. Joghurt, 3 EL Olivenöl, restlichem Zitronensaft und Mineralwasser verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sumach mit einem EL Olivenöl verrühren. Pulbiber ebenfalls mit einem El Olivenöl verrühren.

4. Die Paprikaschoten vierteln, entkernen und mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech geben. Unter dem vorgeheizten Grill rösten bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Paprikaschoten in eine Schüssel geben und mit einem Teller bedeckt 10 Minuten dämpfen lassen. Die Haut abziehen und die Paprikaviertel in feine Würfel schneiden. Mit 2 EL Olivenöl, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen.

5. Das Öl auf 175 °C erhitzen. Kichererbsenpüree zu 24 kleinen Bällchen formen, im Sesam wälzen und im heißen Öl knusprig frittieren. Kurz abtropfen lassen und mit den Paprika, Gewürzöl und Joghurtsauce servieren.

Schon mal mein Vorsatz fürs Neue Jahr gefunden.

Mann sich kann ja nicht früh genug Gedanken machen, was man sich so fürs neue Jahr vornehmen will. Und so habe ich meine Haltung für die Zukunft schon jetzt definiert.



AUFS WESENT(L)ICHE REDUZIEREN!



Fett
foto: loco en la cocina

Samstag, 24. November 2007

Was soll das? - Rote Bete Sprossen

Wenn man mit einen alten Bundeswehrschlafsack einen verdreckten Blumenkübel auswischt und dann in Streifen schneidet hat man: rote Bete Sprossen.

Ekelhaft.
sprossen

Freitag, 23. November 2007

Reste Gröstl: Der Film zum Blog

Das Kochen habe ich live auf video mitgeschnitten. Leider sind die ersten Minuten des Films durch unvorhersehbare technische Probleme nicht brauchbar. (Nächstes Mal lege ich einen neuen Film ein!)


Der Film setzt erst ein wenn alles in der Pfanne ist...
Ab da ist's aber Real Time und ungeschnitten!

Und die Musik ist nett.



Und hier auch das Rezept zum Film zum Blog:
alle Angaben in ca. Mengen!

2 EL Olivenöl
350 g gegarte Gnocchi (diese waren Kartoffel-Möhren-Gnocchi)
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Hähnchenbrust vom Brathähnchen
1/2 roter Apfel
Salz
Pfeffer
40 g Picandou oder anderer weicher Ziegenkäse
etwas Rosenpaprika
steirisches Kürbiskernöl

Öl in einer PFanne erhitzen, Gnocchi drei Minuten rösten. Inzwischen Schalotte pellen und in feine Streifen schneiden, Knoblauch hacken, Hähnchenbrust häuten und gegebenenfalls entbeinen.

In die Pfanne geben und weitere drei Minuten unter Schwenken braten.

Apfel in 1 cm große Würfel schneiden. In die Pfanne geben und mit in die Pfanne geben

Mit Salz und Pfeffer würzen. Käse zerbröseln

Gröstl mit etwas Paprikapulver bestreuen. In einen tiefen Teller geben, mit Kernöl beträufeln und den Käse darauf verteilen.

Reste Gröstl Live Lunch Blogging

12:34
Beginnt in wenigen Minuten....

12:45

Herd an! Olivenöl in die Pfanne und die Gnocchi anrösten..

12:47

Huhn ausbeinen und Schalotten in Streifen schneiden. Knoblauch hacken

12:50

Alles in die Pfanne, Apfel würfeln und in die Pfanne geben, Teller aus dem Schrank holen...

12:52

Würzen

12:54

Probieren, Ziegenkäse bröseln...

12:56

Mit Rosenparika bestreuen, anrichten Mit Käse und Kernöl vollenden

12:57

Essen ist fertig!

Vorankündigung

Heute Live Lunch Blogging ab 12:45

Es gibt Reste-Gröstl.

Donnerstag, 22. November 2007

Edward mit den Truthahnhänden

Turkey-4_png
foto:
http://www.tomahawkoutfitters.com/pics/Full/Turkey%204_png.jpg

Heute bedanken sich Millionen von Amerikanern bei ihrem Gott für Tarnkleidung und das Recht Sachen zu erschießen.

Ich schließe mich den Feierlichkeiten mit einem Putenrezept an:

Für die Füllung:
150 g Staudensellerie (aus der Mitte)
150 g Zwiebeln
200 g Putenleber
1/2 Bund Salbei
6 Zweige Thymian
175 g Kastenweißbrot
1 El Öl
2 Eier Kl. L
Salz, schwarzer Pfeffer

Für die Truthahnbrust und Sauce
1300 g Truthahnbrust (ohne Innenfilet)
Salz
350 g Gemüsezwiebel
600g kleinere Pastinaken
1 El Öl
75 ml Cream Sherry
400 ml Geflügelfond
75 g getrocknete Cranberries (Reformhaus oder Gewürzläden)


Für die Füllung: Sellerie putzen, entfädeln und in feine Würfel schneiden. Zwiebeln pellen und fein würfeln. Leber in 1 cm große würfel schneiden. Blätter der Kräuter von den Stielen zupfen und fein hacken. Brot entrinden und in 1/2 cm große Würfel schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Sellerie und Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze 2 Minuten glasig anschwitzen. Leberwürfel dazugeben und weitere 30 Sekunden unter Rühren anschwitzen. In eine Schüssel geben und mit den restlichen vorbereiteten Zutaten sowie den Eiern kräftig vermischen. Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Für die Truthahnbrust: Mit einem scharfen Messer eine Tasche längs in die Truthahnbrust schneiden. Truthahnbrust innen und aussen leicht salzen. Die vorbereitete Füllung in die Öffnung geben und die Schnittstelle mit Küchengarn vernähen.tsstelle mit Küchengarn und Nadel vernähen.

Pastinaken schälen. Zwiebeln pellen und grob würfeln

Das Öl in einem Bräter erhitzen und die Truthahnbrust darin von allen Seiten kräftig anbraten, herausnehmen. Zwiebel und Pastinaken in den Bräter geben und dunkelbraun anrösten, mit dem Sherry ablöschen und salzen und pfeffern. Geflügelfond angießen, Truthahnbrust zurück in den Bräter geben.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Gas 3) 1 Stunde 10 Minuten (Umluft 1 Stunde) auf der 2 Einschubleiste von unten garen, dabei immer wieder mit dem Bratenfond übergießen.

Nach Ende der Garzeit Truthahnbrust in Folie gewickelt 5-8 Minuten ruhen lassen. Die getrockneten Cranberries in den Bräter geben und in der Sauce aufkochen Mit Salz und Pfeffer würzen. Braten mit dem Gemüse und der Sauce servieren.

Hager Rot 03

Hager-Rot
foto: loco en la cocina


Großartige Rotweincuvée aus dem Kamptal. Erdig und dicht ohne übertrieben nach gekochtem Obst zu schmecken.

Hach. Seufz. Tu felix austria.

Sie sind schon zu beneiden die Österreicher. In ihrem kleinen Land haben sie alles was man zum Glücklichsein braucht. Berge. Seen. Wälder. Und tolle Weine wie die vom Matthias Hager. Die gibt es direkt vom Winzer zum selber abholen (schon wieder Glück gehabt!) und gut für uns, auch im Internet zum schicken lassen.

http://www.hagermatthias.at/

Mittwoch, 21. November 2007

Risotto mit Sepia und Tinte

risotto
foto: buenavistastudios


500 g kleine Sepia
1 Bund glatte Petersilie
600 ml Fischfond
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
200 g Arborio-Reis
1/4 l Weißwein
2 Beutelchen Tintenfisch-Tinte (Fischhandel)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
30 g Butter

Die Sepia sorgfältig putzen und abspülen. Körper in schmale Streifen schneiden. Die Petersilie waschen, Blätter fein hacken.

Fischfond aufkochen und warm halten. Die Schalotte und den Knoblauch pellen und fein hacken. Das Öl in einem Topf erhitzen, Schalotte und Knoblauch darin glasig dünsten. Tintenfischstreifen und Tentakeln zugeben und kurz anbraten. Den Reis einrieseln lassen und 1 Minute anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen.

Sobald der Wein verdampft ist, 1/3 des heißen Fischfonds unter Rühren angießen. Diesen Vorgang zweimal wiederholen. Nach etwa 15 Minuten die Tintenfischtinte einrühren und einige Minuten weiter köcheln. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken, und die Butter unterrühren.

Mit der gehackten Petersilie bestreut servieren.

Der letzte macht die Glotze aus. Und den eigenen Herd an.

Servus Sarah. Sayonara Steffen. Tschüß Tim.

Eure Zeit ist abgelaufen. Das letzte Aufbäumen in Form von 3-Stündigen Kochmarathons mit Formel-1-artiger Berichterstattung kann nicht darüber hinweg täuschen dass der Trend futsch ist. Und meiner Meinung nach auch keinen Augenblick zu früh.

Daran sind die Sender, allen voran der selbst ernannte "Kochsender" Vox und die Köche selber schuld. Die Köche mit Ihrer ständigen Fernseh-Präsenz, und die Sender dadurch dass sie die dummdreist glauben, den Zuschauer mit jeder noch so geschmacklosen Sättigungsbeilage abspeisen zu können.

So stelle ich mir die Notkonferenz bei Vox vor, kurz nachdem Mälzer seine tägliche Show hingeschmissen hat:

"Wen ham wir noch?"

"Wie?"

"Fernsehkoch technisch. Aber diesmal ein anderer Typ. Nicht so Knacki, mehr Muttis-Liebling, mit 'nem bisschen Body."

"Ich schau mal in die Datei: pfeifender Spießer? Nee. Pedant? Das ist eher was fürs ZDF. Öko-Hexe? Auch nicht. Warte hier ist einer. Typ schön-blöd. Lispelt zwar nicht, zieht aber die Vokale lang. Ganz gute Bizeps hat der auch."

"Toll! Lasst das Studio umbauen und dann los."

"Nee, warte! Der kann nur Fisch."

"Koch ist er aber? Er wird das ja dann wohl hinkriegen, so zu tun als ob das seine Ideen sind. Hat die Hackfresse doch auch geschafft."

Und schon sind fünf Wochen Sendezeit gefüllt.

Fakt ist: die Deutschen kochen weder besser, noch mehr seit Lafer, Lichter, Sass und Co. vor der Kamera brutzeln. Keines dieser Formate hat wirklich dazu geführt dass eine Renaissance durch deutsche Haushaltsküchen gerollt ist, sondern nur dazu dass mehr Deutsche TK-Pizza mümmelnd Köchen zugesehen haben. Kochen in der Glotze gucken macht aus Mutti und Vati nunmal keine Ferran Adrias oder Ekkart Witzigmänner. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber endgültig.

Dass das Fernsehen nicht als Barometer für das Kochklima herhalten kann lässt sich an einem einfachen Vergleich vielleicht verdeutlichen.

In deutschen Betten wurde schon immer gepoppt. Auch lange bevor Sendungen wie "Peep" oder "Wahre Liebe" über den Schirm flackerten. Und ich kann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sagen, dass nicht mehr Deutsche latex-tragende, bisexuelle Swinger geworden sind seit die Sendungen uns beglückt haben. Aber so ganz normal poppen tun die Deutschen immer noch.

Mit dem Kochen wird es kaum anders sein.



http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,516182,00.html

http://www.welt.de/wams_print/article1374961/Ein_Kchenbulle_im_Abseits.html

http://www.sw-online.de/wm?catId=12322969&artId=12398206

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